Engyō-ji auf dem Mount Shōsha – Verstecktes Tempelparadies bei Himeji

Engyō-ji auf dem Mount Shōsha – Verstecktes Tempelparadies bei Himeji

Der Engyō-ji auf dem Mount Shōsha gehört zu den atmosphärischsten Tempelanlagen in Kansai. Obwohl er in Himeji liegt, ist er bei Touristen nahezu unbekannt. Wer die Ruhe alter Wälder liebt, historische Holzbauten schätzt oder spirituelle Orte sucht, findet hier eine perfekte Mischung aus Natur, Kultur und Geschichte. In diesem Artikel verrate ich dir mehr über den Tempel und warum sich ein Besuch lohnt.

Solltest du also einen Besuch in Himeji planen, dann schaffst du es vielleicht auch zum Engyō-ji.

Engyō-ji auf dem Mount Shōsha – Verstecktes Tempelparadies bei Himeji

Über den Engyō-ji

Der Engyō-ji (円教寺) wurde im Jahr 966 vom buddhistischen Priester Shōku gegründet und gehört zur Tendai-Schule des Buddhismus. Viele Jahrhunderte lang diente er als Rückzugsort für Gelehrte, Mönche und Pilger. Die Anlage liegt hoch oben auf dem bewaldeten Mount Shōsha. Und genau das macht seinen Charme aus, denn Natur, historische Gebäude und spirituelle Ruhe verschmelzen hier auf eindrucksvolle Weise.

Mit über 1.000 Jahren Geschichte zählt der Engyō-ji zu den wichtigsten Tempeln der Region. Seine Lage auf einem heiligen Berg spiegelt die buddhistische Vorstellung wider, dass Abgeschiedenheit und Naturverbundenheit den Weg zur inneren Klarheit fördern. Der Tempel war über Jahrhunderte ein Ausbildungsort des Tendai-Buddhismus und ist bis heute ein aktives Zentrum für Meditation, Pilgerwege und spirituelle Praxis.

Außerdem ist der Engyō-ji Station 27 der bekannten Saigoku-Kannon-Pilgerroute, einer der ältesten Pilgerstrecken Japans.

Engyō-ji auf dem Mount Shōsha – Verstecktes Tempelparadies bei Himeji

Architektur & Highlights des Engyō-ji

Maniden (摩尼殿)

Das ikonische Hauptgebäude, das auf Stelzen spektakulär über den Hang ragt. Die Ähnlichkeit mit dem Kiyomizudera ist kein Zufall. Die Aussicht von der hölzernen Terrasse ist besonders im Herbst atemberaubend.

Mitsu-no-Dō (Die Drei Hallen)

Ein Ensemble aus drei historischen Gebäuden, tief im Wald. Die drei Hallen sind: Daikodō (Haupthalle), Jikidō (ehemalige Wohn- und Essenshalle) und Jogyodō (Lehrhalle).

Abgesehen von den beiden beeindruckenden Gebäuden findet man zudem auch weitere kleine Schreine im Wald sowie diverse Pilgerstege.

Engyō-ji auf dem Mount Shōsha – Verstecktes Tempelparadies bei Himeji

Übrigens: Bekannter Drehort

Der Engyō-ji ist auch als Filmlocation bekannt. Teile des Hollywood-Films The Last Samurai (2003) wurden hier gedreht. Die beeindruckenden Holzgebäude und die abgeschiedene Lage machten den Tempel zur idealen Kulisse.

Warum der Engyō-ji oft mit dem Kiyomizudera in Kyōto verglichen wird

Als wir den Wanderweg weitergingen, der uns direkt zum Hauptgebäude des Engyō-ji führte, und mir vor Staunen über dieses architektonische Meisterwerk fast die Spuke wegblieb, hörte man den ein oder anderen Besucher sagen, dass der Tempel ihn an den Kiyomizudera in Kyōto erinnern würde. Ich hab mich gefragt, warum und hab etwas recherchiert.

Holzterrassen über dem Hang: Sowohl der Maniden als auch der Kiyomizudera sind für ihre spektakulären Stelzenkonstruktionen bekannt, die dramatisch über steile Berghänge hinausragen.

Atemberaubende Naturkulisse: Beide Tempel liegen in dichten Wäldern und bieten im Frühling und Herbst farbenprächtige Szenerien.

Spirituelle Bedeutung: Beide Anlagen sind seit über 1.000 Jahren bedeutende Stätten des buddhistischen Lebens – das spürt man sofort.

Engyō-ji auf dem Mount Shōsha – Verstecktes Tempelparadies bei Himeji

Shojin-Ryori auf dem Tempelberg

Ein besonderes Erlebnis ist die Shojin-Ryori, die traditionelle vegetarische Tempelküche. Sie wird im Sub-Tempel Juryōin angeboten und basiert auf saisonalen Zutaten aus der Region. Wer sich tiefer auf die Klosteratmosphäre einlassen möchte, kann sogar im Tempel übernachten und an Meditationen teilnehmen.

Engyō-ji auf dem Mount Shōsha – Verstecktes Tempelparadies bei Himeji

Anreise zum Engyō-ji

1. Von Himeji Station zur Talstation

  • Starte an der JR Himeji Station.
  • Steige in den Shinki Bus Linie Nr. 8 Richtung Shoshazan Ropeway.
  • Fahrzeit: ca. 20–25 Minuten
  • Bussteig: Nr. 10 am Busbahnhof vor dem Bahnhof

Der Bus bringt dich direkt zur Talstation der Seilbahn.

2. Mit der Ropeway auf den Mount Shōsha

  • Fahrzeit: ca. 4–5 Minuten
  • Abfahrten: alle 15–20 Minuten

Während der Fahrt hast du einen schönen Blick auf Himeji und die Wälder des Berges.

3. Weiter zu Fuß zum Tempel

Von der Bergstation führt ein 15–20 Minuten langer Spazierweg durch den Wald zum Maniden und den Hauptgebäuden.

Tipp: Wenn du schlecht zu Fuß bist, gibt es auch einen Shuttle-Bus für 500 JPY.

Engyō-ji auf dem Mount Shōsha – Verstecktes Tempelparadies bei Himeji

Mich hat der Besuch beim Engyō-ji wirklich nachhaltig beeindruckt. Und ja, ich war ähnlich hingerissen wie damals, als ich den Kiyomizudera in Kyōto zum ersten Mal gesehen hab.
Die Natur, von der er umgeben ist, macht das Erlebnis allerdings noch schöner – insbesondere im Herbst, wenn die Blätter ihre Farbe wechseln.
Die Lage auf dem Mount Shōsha, die traditionellen Holzhallen und die Ruhe des Waldes machen ihn unheimlich eindrucksvoll. Wenn du in Himeji bist, solltest du hier unbedingt mal vorbeischauen.

Weiterführende Links

https://visit-himeji.com/de/sightseeing/shoshazan-engyo-ji-temple

https://de.wikipedia.org/wiki/Engy%C5%8D-ji

https://shinkibus-tour-en.book.ntmg.com/top/products/e60d8911-b517-533f-a62e-363a41a7f595?lng=en-US

https://www.japan-guide.com/e/e3503.html

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